Arbeitszeugnis, Employment reference

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Veröffentlicht am 20.05.2024
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Arbeitszeugnisse in Deutschland: Ein Überblick

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Arbeitszeugnisse in Deutschland: Ein Überblick

Arbeitszeugnisse sind in Deutschland ein wichtiger Bestandteil des Arbeitslebens. Sie dienen als schriftlicher Nachweis über die Beschäftigungsdauer, die Tätigkeiten und die Leistungen eines Arbeitnehmers in einem Unternehmen. Im deutschen Arbeitsrecht sind sie fest verankert und haben sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber eine große Bedeutung.

1. Arten von Arbeitszeugnissen
In Deutschland unterscheidet man hauptsächlich zwischen zwei Arten von Arbeitszeugnissen: dem einfachen und dem qualifizierten Arbeitszeugnis.

Einfaches Arbeitszeugnis:
Ein einfaches Arbeitszeugnis beschränkt sich auf die grundlegenden Angaben über die Dauer des Arbeitsverhältnisses und die Art der ausgeübten Tätigkeiten. Es enthält keine Bewertungen der Leistung oder des Verhaltens des Arbeitnehmers.

Qualifiziertes Arbeitszeugnis:
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis geht darüber hinaus und umfasst auch eine Beurteilung der Arbeitsleistung und des sozialen Verhaltens des Arbeitnehmers. Es ist ausführlicher und für die meisten Arbeitnehmer von größerem Interesse, da es potenziellen neuen Arbeitgebern mehr Informationen bietet.

2. Rechtliche Grundlagen
Die rechtlichen Grundlagen für Arbeitszeugnisse sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert, insbesondere in § 630 BGB. Zudem sind auch das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Berufsbildungsgesetz (BBiG) relevant. Diese Gesetze regeln die grundlegenden Rechte und Pflichten in Bezug auf Arbeitszeugnisse.

Anspruch auf ein Arbeitszeugnis:
Jeder Arbeitnehmer hat bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen rechtlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dieser Anspruch besteht unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis durch Kündigung, Ablauf eines befristeten Vertrages oder Eigenkündigung endet.

3. Inhalt und Aufbau eines qualifizierten Arbeitszeugnisses
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis sollte klar und strukturiert aufgebaut sein. Es umfasst in der Regel folgende Elemente:
  • Einleitung: Name des Arbeitnehmers, Geburtsdatum, Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses.
  • Beschreibung der Tätigkeiten: Detaillierte Darstellung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Arbeitnehmers.
  • Leistungsbeurteilung: Bewertung der Arbeitsqualität, -quantität, -weise und -erfolge.
  • Verhaltensbeurteilung: Beurteilung des Sozialverhaltens gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden.
  • Schlussformel: Bedauern über das Ausscheiden des Arbeitnehmers und gute Wünsche für die Zukunft.

4. Formulierungen und Geheimcodes
In Arbeitszeugnissen hat sich eine spezielle Zeugnissprache entwickelt, die oft als "Geheimcode" bezeichnet wird. Diese dient dazu, negative Aussagen durch positiv klingende Formulierungen zu verschleiern. Beispielsweise bedeutet die Formulierung "Er hat sich bemüht" in der Regel, dass der Mitarbeiter die Erwartungen nicht erfüllt hat.

5. Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers und Arbeitgebers
Pflichten des Arbeitgebers:
  • Erstellung des Zeugnisses: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das Zeugnis wohlwollend und wahrheitsgemäß zu erstellen.
  • Keine negativen Formulierungen: Direkte negative Aussagen oder versteckte negative Bewertungen sind nicht zulässig.

Rechte des Arbeitnehmers:
  • Korrekturanspruch: Der Arbeitnehmer hat das Recht, fehlerhafte oder missverständliche Formulierungen korrigieren zu lassen.
  • Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis: Wenn der Arbeitnehmer ein qualifiziertes Zeugnis verlangt, muss der Arbeitgeber diesem Wunsch nachkommen.

6. Bedeutung für die Karriere
Arbeitszeugnisse spielen eine wichtige Rolle bei der Bewerbung um neue Stellen. Sie geben potenziellen Arbeitgebern einen Einblick in die beruflichen Qualifikationen und die bisherige Leistungsfähigkeit eines Bewerbers. Daher ist es für Arbeitnehmer wichtig, auf die Qualität und Richtigkeit ihrer Arbeitszeugnisse zu achten.

7. Fazit
Arbeitszeugnisse sind ein zentrales Element des deutschen Arbeitsrechts und haben erheblichen Einfluss auf die berufliche Laufbahn von Arbeitnehmern. Sie müssen sorgfältig und wohlwollend formuliert sein, um sowohl den rechtlichen Anforderungen zu genügen als auch den Arbeitnehmer nicht unnötig zu benachteiligen. Arbeitnehmer sollten ihre Zeugnisse stets sorgfältig prüfen und gegebenenfalls Korrekturen einfordern, um ihre beruflichen Chancen nicht zu beeinträchtigen.
 

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